Blog Category: Landwirtschaft

UNGLAUBLICH STOLZ + DANKBAR !!

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Die Monate November, Dezember, Januar galten für mich immer als die Zeit des Rückzugs, des Reflektieren, was ist gut gelaufen, was nicht, und in welche Projekte werde ich zukünftig meine Lebenszeit investieren. Wertzuschätzen was erschaffen wurde.

In nur 10 Monaten konnten wir einen völlig verwahrlosten Hof wieder aufbauen. Die Gebäude wurden über die Wintermonate baubiologisch sanieren und ab März dieses Jahres konnten wir beginnen das Land nach den Grundsätzen der Permakultur zu gestalten. Der Hof ist nun so weit das er ohne grosse Mittel von aussen wirtschaften kann.

Einmal mehr staune ich über dieses Wunder, dieser Magie wie schnell es doch geht, wenn man mit der Natur kooperiert und zusammen etwas erschafft. Seit fast 20 Jahren gestalte ich nun zukunftsfähige Systeme. Das Staunen und lernen über und von der Natur – ein nicht enden wollender Kreislauf.

> PERMAKULTUR AUENHOF bei FELDBACH

Der Hof dient der down to earth AKADEMIE für PERMAKULTUR GESTALTUNG als Ort des praktischen erfahren und lernen im Gestalten zukunftsfähiger Lebensräume.

PERMAKULTUR AUENHOF bei FELDBACH
Lern- und Demonstrationshof für regenerative Landwirtschaft

Auf den Flächen des Hofes, welche in einer kooperativen und gesellschaftlichen Form organisiert und bewirtschaftet werden, ist es das Ziel, ein nachhaltiges Landwirtschaftsmodell zu betreiben, welches ökologisch, ökonomisch und soziale Aspekte miteinbezieht. Es ist unser grosses Ziel pflanzliche Nahrung zu kultivieren in welcher ein hoher Nährstoffgehalt und Mineralien enthalten sind. Unsere Nahrung sollte wieder zur Medizin werden !!

Regenerative Landwirtschaft heisst geschädigte Böden, Biodiversität, Vegetation, natürliche und produktive, ländliche und urbane Ökosysteme, Wasserzyklen und Klima wiederherzustellen und kontinuierlich zu verbessern.
Intensivierte Lebensprozesse und vielfältige hochproduktive Ökosysteme bilden mit Sonnenenergie, Luft, Wasser und Mineralien zu einem immer wieder nachwachsenden Überschuss an organischer Substanz. Dieses zunehmende System benötigt nur einen minimalen externen Input und für uns nutzbare Nahrung, Futter, Rohstoffe, Wirkstoffe, Energie, Bodenaufbau und Biodiversität zu binden. Dieser Überschuss bildet die nachwachsende Grundlage einer nachhaltigen Gesellschaft !!

ICH DANKE ALLEN VON HERZEN FÜR DIE MITHILFE

Als Leiter der Akademie als auch Präsident der Genossenschaft Permakultur Auenhof bei Feldbach möchte ich mich auf diesem Weg bei allen KursteilnehmerInnen herzlich für die Mithilfe bedanken. Ohne eure tatkräftige Mithilfe wäre dies nicht möglich.
Das Kurshonorar ist vollumfänglich in den Aufbau des Hofes investiert worden. Ohne diese wäre ein Aufbau in so kurzer Zeit niemals möglich gewesen.

Ebenso möchte ich mich auf diesem Wege bei allen GenossenschafterInne welche durch den Kauf der Liegenschaft dies ermöglicht haben solch ein Pionierprojekt aufzubauen.

DANKE an das Team 2019 – Inès, Julia, Marion, Melanie und Dennis

Last put not least, Trix Barmettler – der First Lady vom Auenhof 😉
Ohne sie würde es den Auenhof nicht geben.
Unser gemeinsames Abenteuer.

DANKE

+ Danke Dennis Weiss für das tolle Video !!

Womöglich möchtest Du ebenso einen Kurs am Auenhof besuchen und ebenso Teil von diesem werden – oder einen Kurs oder eine Ausbildung zu Weihnacht verschenken !? 

Kursprogramm 2020

Sehr gerne gestalten wir Dir einen Gutschein. Oder verschenke ein sinnvolles Buch !?
Ein Teil der Einnahmen von Kurse und Bücher ergehen in den weiteren Aufbau des Hofes.

In diesem Sinne wünsche ich alles erdenklich Gute sowie eine ruhige und besinnliche Zeit

Marcus Pan, Dipl. Permakultur Gestalter & Lehrer

International tätiger Permakultur Planer, Lehrer und Berater.
Absolvierte 2002 den Permakultur Gestaltung Kurs und erhielt 2008
das „Diplom der Angewandten Permakultur Gestaltung” von der österreichischen Permakultur – Akademie im Alpenraum – Institut für angewandte Ökopädagogik und Permakulturbildung E.R.D.E.

PERMAKULTUR IST DAS BEWUSSTE GESTALTEN ZUKUNFTSFÄHIGER, STABILER SOWIE DAUERHAFTER ÖKOSYSTEME IN DENEN MENSCHEN, TIERE UND PFLANZEN IN HARMONIE UND KOOPERATION MITEINANDER LEBEN

Ökosystem reinigen Wasser durch Sauerstoffanreicherung, Wind, Pflanzen und die Filterwirkung des Bodens. Sie düngen den Boden und ernähren damit die Pflanzen durch Kompost und Stickstoff fixierenden Pflanzen, Filtern Staub, Viren, Krankheitskeime, Giftstoffe durch die Atmungssysteme der Pflanzen und den Boden. Verbreiten Samen mithilfe von Wind, Wasser, Tieren und der Schwerkraft. Bestäuben Pflanzen durch Wind, grössere Tiere und Insekten.

Was also hindert uns daran solche Ökosysteme zu gestalten –
von uns zerstörte Ökosysteme wieder zu reparieren !?

Auf was warten wir !!

Erlerne wie man den Boden heilt und Wasser reinigt, wie man menschliche Systeme entwirft, die Systeme in der Natur nachahmen und ein Minimum an Energie und Rohstoffe verwenden und wahre Fülle und soziale Gerechtigkeit ermöglichen. Erlerne die Landschaft zu lesen, integrierte Systeme zu entwerfen, Wasser zu sammeln. Entdecke die Lösungen für den Klimawandel und die Strategien und Werkzeuge, die Du dafür einsetzen kannst. Wie organisieren wir uns, lösen Konflikte, treffen Entscheidungen, wirken effektiv zusammen und unterstützen uns.



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KURSE & AUSBILDUNGEN 2019 PERMAKULTUR AUENHOF bei FELDBACH

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REGENERATIVE LANDWIRTSCHAFT PERMAKULTUR AUENHOF bei FELDBACH

LERN- & DEMONSTRATIONSHOF der AKADEMIE für PERMAKULTUR GESTALTUNG

Im letzten Blogeintrag berichtete ich vom Aufbau des nun eigenen Permakultur Hofes in Feldbach an der Zürichsee Goldküste.  > BLOGEINTRAG : PERMAKULTUR AUENHOF BEI FELDBACH

Ehrlich gesagt kann ich es ja immer noch kaum fassen, das nach 5 Jahren der Vision, und nach fast 20 jähriger Tätigkeit in der Permakultur was Planung, Beratung sowie den Aufbau von Permakultur Systemen angehen, ich nun endlich meine eigenen Ideen und Strategien was die Gestaltung zukunftsfähiger Systeme angehen umsetzen kann.

Im Grunde – ein ‚goldrichtiger‘ Zeitpunkt !!

Aktuell sind wir an der Renovation des 1850 gebauten Bauernhauses, und des Ökonomiegebäudes. Die Räume sowie das Haus werden baubiologisch saniert. Der Stall wird für die Haltung von Kupferhalsziegen, sowie für Schweizerhühner, Diebholzgänse und Pommernenten im Moment zusammen mit Studierende der Akademie welche die Diplomausbildung absolvieren, geplant und in den kommenden Monaten gebaut. Unter anderem werden ‚multifunktionale‘ Komposttoiletten gebaut, und ein provisorischer Kursraum eingerichtet. Ab Frühling 2019 werden die ersten Workshops und Kurse auf dem Hof stattfinden.

Die AKADEMIE für PERMAKULTUR GESTALTUNG ist nun 7 Jahre alt. Die Anfrage nach Kursen und Ausbildung in der Gestaltung zukunftsfähiger Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen war noch nie so hoch wie in den letzten Monaten, respektive im vergangenem Jahr. Überwiegend alle Kurse waren ausgebucht bzw. überbucht. Es ist wahrhaftig an der Zeit einen Lernort zur Verfügung zu stellen, an welchen noch vertiefter Permakultur Wissen vermittelt und gelernt werden kann.

GEMEINSAM LERNEN – GEMEINSAM HANDELN

> EARTHWORKS – WORKSHOP
4. – 8. Februar 2019

In dem Workshop geht es unter anderem darum, die Prinzipien der Permakultur Gestaltung in Erdarbeiten zu verstehen: Lesen der Landschaft, interpretieren von Karten und Plänen, die Verwendung von Vermessungswerkzeugen, platzieren von Permakultur Elementen in einem Design. Sowie praktische Arbeiten mit einem Bagger vor Ort.

> EINFÜHRUNG IN DIE PERMAKULTUR + PRAXISTAG
12. – 14. APRIL 2019

Permakultur – die zukunftsfähigste Art und Weise hochwertige,
gesunde Nahrung im Einklang mit der Natur zu kultivieren.

> ACHTSAMER UMGANG MIT DER ERDE +
DIE KUNST DES KOMPOSTIERENS
 
19. – 22. APRIL 2019

Erlerne in diesen sehr intensiven und umfangreichen Workshoptagen wie man den Boden heilt. Mache ein Land dürresicher, baue Boden auf, sammle und speichere Kohlenstoff, bereite Kompost, Komposttee und stelle Biokohle her. Entdecke die Lösungen für den Klimawandel sowie Strategien und dessen Werkzeuge, die Du dafür einsetzen kannst.

> WORKSHOP EINFÜHRUNG IN DIE PERMAKULTUR + PRAXISTAGE
1. – 5. MAI 2019

Die Auswahl der Grundthemen des Kurses sind unter anderem: 
Grundlagen der Permakultur, Geschichte und Ethik, das Wesen der Permakultur, Gestaltung,
Grundsätze und Prinzipien der Permakultur Gestaltung.
Im Workshop: Die Kunst des Kompostierens, Anlegen von Obstbaum Lebensgemeinschaften , Bau von Trockensteinmauern, 
Anlegen von Kräuter- & Gemüsegärten.

> PERMAKULTUR DESIGN KURS + PRAXISTAGE
30. MAI – 9. JUNI 2019

In diesem sehr umfangreichen Kurs kannst du Dir das Wissen sowie die Fähigkeiten aneigenen wie man menschliche Systeme entwirft.
Systeme welche die Natur nachahmen und ein Minimum an Energie und Rohstoffe verwenden und wahre Fülle und soziale Gerechtigkeit ermöglichen. Erlerne die Landschaft zu lesen, integrierte Systeme zu entwerfen und Wasser zu sammeln. Erlerne aktiv den Humus aufzubauen und wahrhaft fruchtbare Böden herzustellen. Ebenso beschäftigen wir uns mit sozialer Permakultur:
Wie organisieren wir uns, lösen Konflikte, treffen Entscheidungen,
wirken effektiv zusammen und unterstützen uns.

Der Lernweg einer tiefen Naturverbindung wird während des Kurses beschritten, um den Menschen im ökologischen Netzwerk der Erde wieder einzubinden. Dabei ist auch die Gemeinschaftsbildung ein wichtiger Bestandteil dieses ökologischen Geflechts, die während des Kurses eine bereichernde Erfahrung für Dich sein wird.

IM KURS INBEGRIFFEN
down to earth AUSBILDUNGSHANDBUCH

Es würde mich sehr freuen Dich bei dem einen oder anderen Workshop auf dem PERMAKULTUR AUENHOF bei FELDBACH begrüssen zu dürfen !!

Marcus Pan, Dipl. Permakultur Gestalter & Lehrer

International tätiger Permakultur Planer, Lehrer und Berater.
Absolvierte 2002 den Permakultur Gestaltung Kurs und erhielt 2008
das „Diplom der Angewandten Permakultur Gestaltung” von der österreichischen Permakultur – Akademie im Alpenraum – Institut für angewandte Ökopädagogik und Permakulturbildung E.R.D.E.

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DIE ROLLE DER PERMAKULTUR IN DER LANDWIRTSCHAFT

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FILME für die ERDE INTERVIEW ÜBER DIE ROLLE DER LANDWIRTSCHAFT

FfdE: Was ist Deine grundsätzliche Absicht mit der Arbeit mit “Down to Earth”?

Marcus Pan: In erster Linie ist es mir ein tiefes Anliegen, Menschen wieder näher an die Natur zu bringen. Ich beobachte so viel Trennung, sowie kaum ein Verständnis mehr im Zusammenwirken von Mensch und Natur. Diese Verbindung möchte ich wieder herstellen, und die Menschen motivieren, sich am Aufbau einer neuen, permanenten Kultur zu beteiligen.
Die 2012 gegründete “down to earth AKADEMIE für PERMAKULTUR GESTALTUNG” vermittelt die ethischen Grundsätze der Permakultur und das entsprechende Gestaltungskonzept, theoretisch und praktisch. Die Akademie ist weltweit tätig und erreicht unterschiedlichste Gesellschaftsschichten und Kulturen. Zudem gibt es den “down to earth FÖRDERVEREIN”, der Permakultur-Projekte weltweit unterstützt. Sein Hauptfokus ist die Etablierung der Permakultur in der Landwirtschaft, sowie die entsprechende Wissensvermittlung.

Es ist möglich, äusserst nahrhafte, organische Gärten und Landschaften bis hin zu stabilen, zukunftsfähigen Ökosystemen zu gestalten, aufzubauen unter weiter zu entwickeln – diese Fähigkeit möchte ich weitergeben.

FfdE: Welche Rolle spielt Permakultur in der Landwirtschaft, aber auch hinsichtlich Klimawandel und Biodiversität?

Marcus Pan: Permakultur ist eine Landwirtschaftsform, die noch weiter geht als die ökologische Landwirtschaft. In permakulturell gestalteten Lebensräumen wird das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen so kombiniert, dass diese zeitlich unbegrenzt funktionieren und die Bedürfnisse aller Elemente so weit wie möglich erfüllt werden. Ziel der permakulturellen Gestaltung ist das Schaffen eines sich selbst regulierenden Systems, das höchstens minimaler Eingriffe bedarf, um dauerhaft in einem dynamischen Gleichgewicht zu bleiben. Das System soll produktiv und anpassbar bleiben. Das erste und wichtigste Prinzip in der Permakultur ist, dass kein landwirtschaftlicher Betrieb dem Land mehr Nährstoffe, Wasser und Energie entnehmen darf, als er zurückgibt. Natürliche Ressourcen wie Boden, Wasser und Pflanzen werden vermehrt. Boden, Wasser und Luft werden nicht verschmutzt. Ressourcen wie Energie, Wasser und Arten werden weniger intensiv genutzt, als sie durch natürliche Kreisläufe der Erde wieder regeneriert werden.
Allem Leben, menschlichem und nicht-menschlichem, wird das ihm innewohnende Recht auf Wohlergehen zugestanden. Hier kommen sehr stark die ethischen Grundsätze der Permakultur zum Tragen. Achtsamer Umgang mit Erde, achtsamer Umgang mit den Menschen, gerechtes Teilen von Überschüssen. Hier spricht man von einer regenerativen Landwirtschaft welche die Vielfalt fördert, Artenschutz betreibt und somit gegen das Artensterben wirkt.

FfdE: Wie bringst Du in den von Dir begleitenden Projekten Kohlenstoff in den Boden?

Marcus Pan: Eine der ersten Strategien in jedem meiner Projekte ist der aktive Humusaufbau. Die Bodenfruchtbarkeit nach dem Vorbild der Natur wieder herzustellen heisst, den Boden ständig bedeckt zu halten und Pflanzen einzusetzen, welche den Boden mit Stickstoff anreichern. Des weiteren Symbiosen schaffen, Pflanzenkombinationen in Mischkulturen und unter Beachtung der Fruchtfolge anzubauen.
Durch Kompostieren kann Dauerhumus, oder aber auch Terra Preta (Schwarzerde) hergestellt werden. Solch stabiler Humus speichert Bodenkohlenstoff über 100 bis sogar 5000 Jahre lang (!!)
– aber nur, wenn der Boden nicht gepflügt oder anderweitig gestört wird. Aus diesem Grund verbreitet sich die Nullbodenbewirtschaftung immer mehr.
Je nach Ökosystem wird unterschiedlich viel Kohlenstoff gespeichert. In Feuchtgebieten und Mooren ist dies am deutlichsten ausgeprägt, weshalb in funktionierenden Permakultur-Systemen Biotop-Formen häufig auftreten.
 Auch Bäume und Sträucher speichern enorm viel Kohlenstoff. Deshalb ist es so wichtig, wieder mehr Bäume zu pflanzen, vor allem auf Äckern und Weiden.

FfdE: Wie gleichst Du die immer stärker auftretenden Wetter-Extreme mit Deinen Designs ab?

Marcus Pan: Durch noch mehr Vielfalt an Pflanzen, vor allem mehr Bäumen, und noch mehr Hecken. Eine hohe Artenvielfalt macht das System stabiler. Bäume und Sträucher schützen kleinere Pflanzen vor heftigem Regen oder Hagel. Sie schützen den Boden, verhindern, dass er in Trockenperioden vollkommen austrocknet, somit haben andere Pflanzen wiederum Zugang zu Wasser in tieferen Bodenschichten. Ausserdem benötigt es mehr Feuchtgebiete, Teiche, Wasserspeicher wie Zisternen oder offene Gewässer. Auch hier erhöht sich die Vielfalt an Pflanzen und somit an Tieren. In Trockenperioden haben wir dann Zugang zu gespeichertem Regenwasser. Aus meiner Sicht sind Waldgarten-Systeme die stabilsten und vielfältigsten Systeme, die es heute aufzubauen gilt.

FfdE: Hat die heutige Permakultur auch Nachteile oder Aspekte, die noch zu entwickeln sind?

Macus Pan: Die Permakultur steckt noch immer in der Pionierphase. Sehr viele Menschen arbeiten daran, ihre Lebensräume nachhaltig zu gestalten. Im Grunde sind sehr viele Menschen daran, ihr Bewusstsein in diese Richtung zu fördern. Dabei ist man auch sehr stark mit sich selbst beschäftigt. Dies verhindert oftmals, etwas Gemeinsames zu entwickeln, zu kooperieren. Aus meiner Sicht ist der soziale Aspekt in der Permakultur noch zu entwickeln. Ausserdem sehe ich es als dringlich an, Permakultur vermehrt bereits Kindern in Kindergärten und Schulen zu vermitteln.

FfdE: Was sind Kritikpunkten und wie entgegnest Du diese?

Marcus Pan: Permakultur ist arbeitsintensiver als herkömmliche Systeme. Es benötigt mehr Menschen, welche das System bewirtschaften, was aber aus meiner Sicht nicht negativ ist. Der Aufbau benötigt ebenso seine Zeit und Geduld, oftmals auch einen erhöhten Kostenaufwand in dieser Phase. Vielen Menschen fehlt die nötige Geduld, es muss immer alles sehr schnell gehen. Ich versuche, mit diesen Menschen sehr klar zu sein, all dies zu kommunizieren, sodass keine unerfüllten Erwartungen entstehen.
Ein weiterer Kritikpunkt, vor allem in der Landwirtschaft, ist, dass sich viele nicht vorstellen können, wie die Felder bei einer so hohen Vielfalt an Pflanzen überhaupt bewirtschaftet werden können. Doch ist es immer eine Frage der Gestaltung. Es sind Technologien vorhanden, um die Bewirtschaftung dennoch zu erleichtern. Darum benötigen wir gerade in der Schweiz funktionierende Modelle, welche dies demonstrieren.

FfdE: Was entsteht am Zürichsee rund um Deine Akademie?

Marcus Pan: In Feldbach am Zürichsee sind wir am Aufbau eines “Permakultur Lern – & Demonstrationshofes”. Die drei Hektaren des Hofs werden in kooperativer Form organisiert und bewirtschaftet. Das Ziel ist es, ein nachhaltiges Landwirtschaftsmodell zu betreiben, welches ökologische, ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigt und die Möglichkeit bietet, Permakultur in der Landwirtschaft zu erleben.

FfdE: Wo braucht es Support im Aufbau der Permakultur?

Marcus Pan: Es benötigt mehr Permakultur-GestalterInnen, welche mithelfen, Permakultur-Systeme zu planen. Ebenso braucht es Menschen, die bereits Erfahrungen haben und ihr Wissen im Bereichen der Nachhaltigkeit, der Kultivierung von Nahrungsmitteln, der Verarbeitung usw. vermitteln.
Im strukturellen Bereich benötigt es Menschen, welche mit Ihren Fähigkeiten im Aufbau des Fördervereins, der Öffentlichkeitsarbeit sowie im Organisieren von Geldern mithelfen.

FfdE: Was ist einer der faszinierendsten natürlichen Mechanismen für Dich?

Marcus Pan: Die Wechselwirkungen und Beziehungen zwischen Pflanzen und Tieren in Ökosystemen. Die unglaubliche Vielfalt darin, sowie die Stabilität und Langlebigkeit.

FfdE: Dein Filme für die Erde Lieblingsfilm ist…

Marcus Pan: “Der Bauer und sein Prinz“– sehr schön, poetisch gemachter Film mit einer starken Visionskraft.
Home” – das Entstehen der Erde sowie auch der Einfluss durch uns Menschen sehr anschaulich dargestellt.

Die besten Dokumentationen und Kurzfilme zum Thema Permakultur und regenerative Landwirtschaft findest Du auf unserer Themenseite Permakultur.

DANKE > FILME für die ERDE / DANKE KAI PULFFER FÜR DAS INTERVIEW

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1. INTERNATIONALES KOMPOST & HUMUS SYMPOSIUM

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GESUNDE ERDE – GESUNDE PFLANZEN – GESUNDE MENSCHEN
KRANKE ERDE – KRANKE PFLANZEN – KRANKE MENSCHEN

„Wer das weiss, wird alles unternehmen, die Erde neu zu beleben“
sagte der Anthroposoph Franz Karl Rötelberger 

Der lebendige Boden bildet die Grundlage unseres Seins. Alle lebenden Wesen bauen ihren Körper unter anderem aus Mineralien auf. Pflanzen – Tier – Menschen.

Das Wort HUMUS kommt aus der gleichen Wortfamilie wie HUMANUS was menschlich, fein gebildet oder herzlich bedeutet. Heisst das wohl möglich das unsere Menschlichkeit mit der Bodenfruchtbarkeit verbunden ist !? Scheinbar schwindet die Menschlichkeit auch mit der Bodenfruchtbarkeit der Erde !!

LET’S TALK ABOUT SOIL

1. INTERNATIONALES KOMPOST & HUMUS SYMPOSIUM

Seminarzentrum SonnenSchmiede in Kooperation mit der
down to earth AKADEMIE für PERMAKULTUR GESTALTUNG

Das Symposium ist eine Plattform für Vernetzung und Austausch Rund um das Thema Kompostierung und aktiven Humusaufbau.

Wir möchten Wissen vermitteln und dabei Wissenschaft, Landwirtschaft und Interessierte zusammen bringen. Das Symposium ist eine Plattform für Vernetzung und Austausch Rund um das Thema Kompostierung und aktiven Humusaufbau. Das Symposium eignet sich für Gärtner, Wissenschaftler, Studenten und für all diejendigen, welche sich für den Boden interessieren. Die Themen sowie die Referenten sind sorgfältig ausgesucht, damit in den 2 Tagen verschiedenste Bereiche zur Faszination Kompost & Humus Platz haben.



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PERMAKULTUR AUENHOF bei FELDBACH

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Seit 5 Jahren trage ich die Vision in mir einen eigenen Permakultur – Hof aufzubauen. Zum einen meinen eigenen Lebensraum zu gestalten, und zum anderen zu demonstrieren wie Permakultur in der Landwirtschaft praktiziert wird.

Nun ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen und ich habe die Möglichkeit dies an der Goldküste, am unteren rechten Zürichseeufer, zu realisieren. Die AKADEMIE für PERMAKULTUR GESTALTUNG hat nun nach 7 Jahren ihrer Gründung ebenfalls ein Zuhause gefunden und wird zukünftig ihre Erfahrungen, sowie ihr Wissen an diesem Platz vermitteln.

Ehrlich gesagt kann ich es noch kaum fassen diesen wunderschöne Ort zusammen mit meiner Lebenspartnerin der Künstlerin und Grafikerin Trix Barmettler, sowie ihrem Sohn Neo zu beleben und zu gestalten.

LERN – & DEMONSTRATIONSHOF der AKADEMIE für PERMAKULTUR GESTALTUNG

Der 3 Hektar grosse Hof befindet sich auf der ersten Geländeterrasse über dem Zürichsee. Aufgrund der geschützten Lage der Flächen, die Topographie, die Ausrichtung zu den Himmelsrichtungen, ebenso die Naturräumlichen Gegebenheiten, sowie bereits vorhandene Biotopformen, Bodenverhältnisse und die bestehenden Gebäude, bietet der Hof die optimalsten Voraussetzungen einen Permakultur Lern- & Demonstrationshof aufzubauen. Ebenso die Grösse der Fläche, welche gut überschaubar und zusammenhänden sind. Das Bauernhaus wurde 1850 gebaut.

Das Projekt Lern- & Demonstrationshof hat enorm viel Potential. Eine der Kernaussage des neusten Weltagrarberichts, der wohl am breitesten, abgestützten und fundiertesten wissenschaftlichen Studie im Bereich Landwirtschaft ist, dass der grösste Teil der global produzierten Nahrungsmittel hauptsächlich von Kleinbauern kultiviert wird. Lässt man diese Aussage erst einmal auf sich wirken, wird einem klar, wie wichtig es ist, nicht völlig den Bezug zur Nahrungsmittelherstellung und dessen Folgen zu verlieren.
Durch die klimatischen Veränderungen und die erschwerten Bedingungen, wird es zunehmend anspruchsvoller, genügend Nahrung für alle herzustellen.
Nebst dem zu verringernden Konsum von tierischen Nahrungsmitteln, sollte Saisonalität und Lokalität der Produkte mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Nur so wird es möglich sein, zukunftsfähige Landwirtschaft zu ermöglichen und so langfristig genügend Nahrung für alle kultivieren zu können. Durch das Praktizieren von permakulturellen Techniken kann der Bezug zu unserer Nahrung wiederhergestellt und langfristig erhalten werden.

Eine nachhaltige Beziehung zu den gartenbaulichen Praktiken und dem ‘enkelgerechten’ Kultivieren von Land wird erreicht, wenn das Bewusstsein und die Wertschätzung vorhanden sind. Hier kann das Pionierprojekt AUENHOF bei FELDBACH zukunftsweisendes Vorbild sein. Wo sonst werden wir die Möglichkeit haben, anhand eines wunderbar gestalteten Permakultursystemes den Menschen zu zeigen, wie zukunftsfähiges Bewirtschaften von Land, wesensgemässe Tierhaltung und soziales Miteinander funktionieren kann.
Ich glaube, es ist an der Zeit einen Ort zu schaffen, an dem zukunftsfähige Landwirtschaft gelebt, erlebt und vermittelt werden kann – für uns alle und die Kinder der Zukunft. Diese wunderbar tolle und sehr ‘enkelgerechte’ Vision zu unterstützen, ist für mich eine wahre Herzensangelegenheit. Einmal überzeugt, liess mich dieses Lebensprojekt nicht mehr los – meine volle Unterstützung ist garantiert.

Dominik Waser, Landschaftsgärtner und Umweltingenieur Student
ZHAW Wädenswil / Initiator Verein ‚Grassrooted‘ Zürich

Marcus Pan Dipl. Permakultur Gestalter & Lehrer

International tätiger Permakultur Planer, Lehrer und Berater.
Absolvierte 2002 den Permakultur Gestaltung Kurs und erhielt 2008
das „Diplom der Angewandten Permakultur Gestaltung” von der österreichischen Permakultur – Akademie im Alpenraum – Institut für angewandte Ökopädagogik und Permakulturbildung E.R.D.E.

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PERMAKULTUR – ERTRAGREICHE LANDWIRTSCHAFT ODER UTOPIE?

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INTERVIEW – MONETA / ALTERNATIVE BANK SCHWEIZ

Spätestens seit dem Film ‹Tomorrow› hat Permakultur bei vielen Menschen Interesse geweckt. Das Potenzial der permakulturellen Methodik in der kommerziellen Landwirtschaft beleuchtet ein Gespräch mit Marcus Pan, Permakultur Berater, dipl. Permakultur Designer und Leiter der down to earth AKADEMIE für PERMAKULTUR GESTALTUNG.

Herr Pan, was versteht man unter dem Begriff Permakultur?
Permakultur ist eine Landwirtschaftsform, die noch vorausschauender ist, als der ökologische Landwirtschaftsanbau. Das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen wird so kombiniert, dass dieses zeitlich unbegrenzt funktioniert und die Bedürfnisse aller so weit wie möglich erfüllt. Ziel der permakulturellen Gestaltung ist, das selbstregulierende System der Natur nachzubilden. Wie natürliche Ökosysteme sind permakulturell gestaltete Lebensräume vielfältig, selbstregulierend und dadurch stabil, nachhaltig und langlebig.

Welchen Beitrag kann die Permakultur an eine nachhaltige und behutsamere Entwicklung in der Landwirtschaft leisten?
Wir verlieren weltweit in rasanter Geschwindigkeit Biodiversität und fruchtbaren Boden. Deshalb müssen wir zeitnah von der konventionellen, von Monokulturen geprägten intensiven Landwirtschaft wegkommen und pestizidfrei Mischkulturen anbauen. Die Permakultur bietet hier zahlreiche funktionierende Lösungsansätze. Durch die Förderung der natürliche Kreisläufe wird der Boden wieder gesund. Er ist dann unglaublich reich an wertvollen Essenzen für sämtliche weiteren Kreisläufe. Der Boden ist quasi der Ort, wo sich das Leben bildet. Gleichzeitig kann die Arbeit durch die Selbstregulierung der Systeme in einer guten Balance zum Ertrag gehalten werden. Diversifiziertes Anbauen wird nicht nur wegen der Bodenqualität immer wichtiger, sondern auch aufgrund des Klimawandels. Immer öfters fallen wetterbedingt ganze Ernten aus. Gemischte Pflanzengemeinschaften zeigen sich da resistenter. Deshalb macht Permakultur in der Landwirtschaft auch aus ökonomischer Sicht immer mehr Sinn und kann zunehmend zur Nahrungssicherheit beitragen.

Wie können wir uns einsetzen, damit sich die permakulturelle Landwirtschaft in der Schweiz etabliert?
In der Schweiz sind wir im Moment im Aufbau eines Permakultur-Pionierhofs bei Feldbach im Kanton Zürich. Mit diesem Hof wollen wir aufzeigen, wie und dass die permakulturelle Landwirtschaft tatsächlich funktioniert – nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich. Dadurch erhoffen wir uns, dass immer mehr Landwirtschaftsbetriebe permakulturell anbauen. Zugleich soll dort Wissen und Erfahrung an der down to earth AKADEMIE für PERMAKULTUR GESTALTUNG weitergegeben werden.

Der Trend in der Landwirtschaft ist momentan noch so, dass die bewirtschafteten Flächen möglichst gross sein sollten, um sie effizient zu nutzen. Woher nehmen Sie die finanziellen Mittel für solche Flächen?
Bisher haben wir viel an Eigenkapital und an Eigenleistung investiert. Wir haben jedoch auch Spenden, und für einzelne Projekte Beträge von Stiftungen erhalten. Für den Aufbau des Pionierprojekts AUENHOF bei FELDBACH haben wir mit der gemcop ag eine Partnerin gefunden, die uns bei der Realisierung des Hofprojektes und der Verwaltungsarbeit wertvoll unterstützt. Damit solche Pionierprojekte entstehen können, sind wir weiterhin auf Personen/Investoren angewiesen, die Nachhaltigkeit mit einer möglichst direkten Wirkung und moderatem Ertrag schätzen.

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